26.05.2013 - Bewiesen: Das Deutsche Krebsforschungszentrum lügt bei dem Thema EZigarette

Bewiesen: Das Deutsche Krebsforschungszentrum lügt bei dem Thema EZigarette

26 Mai 2013   | Prof. Dr. Michael Siegel

HINWEIS:
Dieser Text ist eine Übersetzung und stammt im Original von Prof. Dr. Michael Siegel von der “Boston University School of Public Health”.

Prof. Dr. Siegel hat 25 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Bekämpfung des Tabakkonsums, der Sozial und Verhaltenswissenschaften, der Massenkommunikation und der Volksgesundheit.

Er zeichnet sich dadurch aus, dass er seit Jahren kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es darum geht, Falsch- und Fehlinformationen sowohl der Tabak- als auch der Pharmaindustrie und der sog. “Gesundheitsexperten” öfftl. zu brandmarken.
In seinem Blog “The Rest of the Story: Tobacco News Analysis and Commentary” nimmt er regelmäßig politisch und finanziell motivierte wissenschaftliche Veröffentlichungen “auseinander” und offenbart dem Leser damit einen Blick hinter die Kulissen von “Big Tobacco” und “Big Pharma”.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum lügt über die Auswirkungen auf die Gesundheit von EZigaretten und verängstigt damit die Nutzer und übt unfairen Einfluss auf die geplante Tabakrichtlinie aus.

Nach Angaben des DKFZ kann die Inhalation von Glycerin eine lipoide Lungenentzündung verursachen. Eine lipoide Lungenentzündung ist eine Form der Lungenentzündung bei der die Bronchien durch lipide (Öle) angereichert werden. Dies kann unter anderem durch die Inhalation von Ölen geschehen.

Auszug aus der Broschüre “Elektrische Zigaretten – ein Überblick” [1] :

“Derartige Bedenken sind nicht ungerechtfertigt, denn im Fachjournal Chest wird in einer Fallstudie von einem Patienten mit einer lipoiden Lungenentzündung berichtet, die durch auf Glyzerin basierende Öle aus dem Aerosol elektrischer Zigaretten ausgelöst wurde. Der Zusammenhang erscheint eindeutig, da nach dem Absetzen der E-Zigarette die Symptome verschwanden.”
(Seite 8 – unter Punkt “3.1.2 Glyzerin”)

und im Fazit:

“Glyzerin kann bei Inhalation eine lipoide Lungenentzündung verursachen.”
(Seite 12)

Wenn dies stimmt, ist dies eine ernsthafte Behauptung und die Verwendung von EZigaretten wäre sehr unsicher. Glycerin ist eine gemeinsame Komponente bei nahezu allen EZigaretten auf dem Markt und wird in einem erheblichen Ausmaß von EZigarettenkonsumenten inhaliert. Wenn die Inhalation von Glycerin lipoide Lungenentzündung verursachen könnte, dann wäre die Inhalation übermäßig riskant. Fakt ist: Wenn die Behauptung des DKFZ wahr ist würde ich meine Empfehlung, dass die EZigarette eine echte Alternative zur Rauchentwöhnung ist, zurückziehen.

Der Hauptzweck der neuesten Broschüre des DKFZ war es, die bevorstehenden Beratungen der Europäischen Union über die geplante Tabakrichtlinie zu beeinflussen. Der ursprüngliche Entwurf der Richtlinie verbietet EZigaretten. Dieses Verbot basiert teilweise auf der Schlussfolgerung, dass einer der häufigsten Komponenten bei EZigaretten eine lipoide Lungenentzündung verursacht. Das DKFZ empfiehlt, dass EZigaretten verboten werden, bis durch klinische Studien sichergestellt ist, dass sie sicher sind. Wenn es jedoch wahr ist, dass Glycerin beim Einatmen eine lipoide Lungenentzündung verursacht, werden (und sollten) diese Produkte niemals als Genussmittel oder Rauchentwöhnungsmittel zugelassen werden.

Der Rest der Geschichte

Sollte ich darauf hingewiesen werden, dass die Inhalation von Glycerin eine lipoide Lungenentzündung verursacht, würde ich meine Unterstützung für EZigaretten als ein Produkt zur Rauchentwöhnung beenden. Da das DKFZ behauptet, dass Glycerin eine lipoide Lungenentzündung verursacht, nehme ich an, dass es an der Zeit ist, eine wichtige Ankündung zu machen:

Hiermit ziehe ich meine Unterstützung für EZigaretten als ein praktikables und relativ sicheres Rauchentwöhnungsprodukt zurück.

Streichen Sie das…

Weil… Da ist ein Rest der Geschichte

Der Rest der Geschichte ist, dass das DKFZ lügt.

Es ist nicht wahr, dass Glycerin eine lipoide Lungenentzündung verursacht oder verursachen kann! Tatsächlich ist es unmöglich, dass Glycerin lipoide Lungenentzündung verursacht.

Der Grund?

Lipoide Lungenentzündung wird durch die Inhalation von Ölen verursacht. Jedoch ist Glycerin kein Öl!

Die Grundlegende Chemie sagt uns, dass Glycerin ein Alkohol ist. Genauer gesagt, ist Glycerin ein Polyol, welches eine Verbindung mit mehreren Hydroxylgruppen ist. Die Hydroxyl-Gruppe (OH) ist das Markenzeichen eines Alkohols. Auf der anderen Seite sind Öle durch das Vorhandensein entweder einer Carboxylgruppe (COOH) oder einem Sterol gekennzeichnet.

Fakt ist: Glycerin ist löslich in Wasser und Alkohol – nicht aber in Öl! Der Grund dafür ist, dass es zu den Hydroxylgruppen zählt.

Wenn Glycerin wirklich eine Ursache für lipoide Lungenentzündung wäre, würde die Amerikanische Gesundheitsbehörde, aus genau diesem Grund, nicht den weit verbreiteten Einsatz in Medikamenten wie Hustensaft, Schleimlöser und Mundspülung genehmigen.

Ob das DKFZ diesen schwerwiegenden Fehler korrigiert, dürfte interessant zu sehen sein. Dieser Fehler ist besonders schwerwiegend, da er bei EZigaretten den Unterschied zwischen relativ sicher und unsicher und ungeeignet für die Verwendung macht.

Wenn die Aussage des DKFZ wahr wäre, würden wir bis heute viele Fälle von lipoiden Lungenentzündungen gesehen haben; da Millionen von EZigarettenkonsumenten täglich Glycerin inhalieren.
(Anmerkung des Übersetzers: Alleine dieser Satz, führt das oben angeführte DKFZ-Zitat “Der Zusammenhang erscheint eindeutig” ab adsurdum! Wenn Weltweit Millionen von EZigarettennutzer keine lipoide Lungenentzündung bekommen, wie kann dann EIN Fallbeispiel als eindeutige Grundlage hergenommen werden?)

Es ist theoretisch möglich, dass EZigaretten eine lipoide Lungenentzündung verursachen – WENN in dem Produkt Öl benutzt werden würde. Wenn zum Beispiel ätherische Öle in einem Aroma oder Duftstoff verwendet werden, würde dies zu einer realen – wenn auch sehr kleinen – Gefahr werden. Es ist sicherlich legitim, wenn man die entscheidenden Stellen darum bittet, dass Öle nicht in EZigaretten benutzt werden. Allerdings ist die Behauptung, dass Glycerin selbst eine lipoide Lungenentzündung verursachen könnte, eine konstruierte Lüge.

Es ist bedauerlich, dass diese Broschüre solche extremen Fehlinformationen für einen offensichtlichen Versuch, die EU bei der geplanten Tabakproduktrichtlinie zu beeinflussen, liefert. Es wäre eine Schande wenn die EU, auf Grundlage dieser Falschinformationen, die EZigarette verbieten würde.

Dies scheint ein weiteres Beispiel für eine Anti-Raucher-Organisation zu sein, welche die Wahrheit manipuliert (bedeutet: LÜGEN), um seine scheinbar vorbestimmte, Ideologie-basierte Opposition zur EZigarette zu verbreiten.

Wenn das Deutsche Krebsforschungszentrum Krebs verhindern will, dann sollte es damit beginnen dieses Produkt mit offenen Armen zu begrüßen. Dieses Produkt hat das Potential tausende von Leben zu retten – als Alternative zum Rauchen und als tragfähige Strategie zur Schadensminimierung. Anstelle das Produkt EZigarette als Arzneimittel zu regulieren (was einem de-fakto Verbot der EZigarette gleichkommt), sollte sie als (viel sicheres) alternatives Nikotinprodukt reguliert werden.

(Vielen Dank an Dr. Konstantinos Farsalinos für die wissenschaftlichen Erkenntnisse, welche ich in diesen Beitrag eingearbeitet habe).

Prof. Dr. Michael Siegel

Quellen:
[1] http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/RoteReihe/Band_19_e-zigaretten_ein_ueberblick.pdf
[2] http://tobaccoanalysis.blogspot.de/2013/05/german-cancer-research-center-lies.html

Artikel mit freundlicher Genehmigung von Jens Mellin / Rursus-Blog