Nikotin – Wirklich so schlecht wie sein Ruf ?

Nikotin – Wirklich so schlecht wie sein Ruf ?

29 Mrz 2013   | Autor: Jens Mellin

Die Wirkung von Nikotin auf den menschlichen Körper ist bestens erforscht. Nachdem das Nikotin in den Körper gelangt ist, wird es schnell durch den Blutkreislauf verteilt und gelangt innerhalb kurzer Zeit über die Blut-Hirn-Schranke in das Gehirn. [1] Im Gehirn beeinflusst Nikotin das “positive Belohnungssystem” indem es an bestimmten Rezeptoren andockt – Die Wirkung auf die sog. “nicotinischen Acetylcholinrezeptoren” ist allerdings “reversibel”, also so geartet, dass der frühere Zustand nach einiger Zeit wieder hergestellt wird.

Man geht aktuell davon aus, dass Nikotin nicht alleine für die Suchterzeugung von Tabakprodukten verantwortlich ist. Bei der zur Zeit aufkommenden Diskussion “Kann die EZigarette süchtig machen?” sollte beachtet werden, dass sich ein Großteil der Wissenschaftlichen Studien zum Thema “Abhängigkeit von Nikotin” tatsächlich mit Tabakrauch bzw. Tabak beschäftigen und nicht das Thema “Nikotin ohne Tabak” behandeln.

So findet man über die Wissenschaftliche Suchmaschine “Scopus.com” über 7200 Studien die sich mit diesem Themengebiet beschäftigen – jedoch nur ein Bruchteil davon behandelt das Thema “Suchtwirkung von Nikotin ohne Tabak”. Hier sollte im Interesse der öffentlichen Gesundheit sehr genau nachgeschaut werden!

Urbane Legenden
Viele Menschen “glauben” heute, dass jeder Zigarettenraucher automatisch ein “Süchtiger” ist. Diese Mär ist zum Teil den Medien anzulasten, welche immer wieder unflektiert reißerische Aussagen wie “Zigaretten sind vergleichbar mit Heroin” verbreiten.

Obwohl nahezu jeder diese Schlagzeile kennt, stellt sie kaum jemand in Frage. Ich weise an dieser Stelle einfach mal darauf hin, dass z.B. kein Raucher am Bahnhof seinen Körper feilbietet, um seine nächste Zigarette zu bekommen – Fakt ist: Ein Vergleich von Tabaksucht mit der Sucht nach Opiaten wie Heroin ist nicht angezeigt. Neben der Beschaffungskriminalität spielt hier eine Rolle, dass diese Sucht weitaus komplizierter zu behandeln ist und die Entzugserscheinungen schwerwiegender sind. Hier sollten die Medien etwas mehr Sorgfalt an den Tag legen und nicht nur “DIE Schlagzeile” und damit den Umsatz im Auge haben.

Das Abhängigkeitspotenzial von Tabakzigaretten soll sehr hoch sein – Obwohl diese Aussage im “Wortsinn” nicht falsch ist, muss man auch hier sehr genau hinschauen: In diesem Zusammenhang ist ein “Potenzial” immer eine “Entwicklungsmöglichkeit” und bedeutet nicht, dass automatisch jeder Raucher ein “Süchtiger” ist – wie der nachfolgende Abschnitt beweist.

Eine Sucht ohne Süchtige?
So zeigt zum Beispiel der “Suchtsurvey 2006″ bei Jugendlichen und Erwachsenen in Berlin, dass die Mehrheit der betrachteten Raucher nicht süchtig sind! In dem “Suchtsurvey” wurde die evtl. vorhandene Abhängigkeit mit dem von der WHO bevorzugtem und anerkannten “Fagerström-Test” festgestellt. [2]
Dabei kam heraus, dass  37,2 Prozent aller Raucher süchtig sind – Die Mehrheit der Berliner Raucher (62,8 Prozent) ist also nicht süchtig!
Zu einem ählichem Ergebnis kommt auch der “Suchtsurvey 2009″  in Hamburg – Dort wurde allerdings nicht der renomierte Fagerström-Test angewandt sondern der “DSM-IV-Test” genutzt um den Suchtanteil unter den Rauchern zu identifizieren. [3] Das Ergebnis auch in Hamburg eindeutig: 76,4 Prozent aller Raucher sind nicht süchtig!
Wem diese Daten nicht ausreichen: In den USA wurde eine solche Betrachtung auch durchgeführt. Herausgekommen sind dabei verblüffend ähnliche Resultate wie in Deutschland: 20 bis 30 Prozent der amerikanischen Raucher sind demnach Tabaksüchtig – Das heißt: Knapp 70 bis 80 Prozent der Raucher sind nicht Süchtig im Sinne der WHO. [4]

Letztendlich stellen sich die Fakten so dar: Ein Großteil der Tabakonsumenten ist NICHT süchtig.

Also warum können so viele nicht von der Tabakzigarette lassen? Der Isralische Forscher Dr. Reuven Dar von der Universität von Tel Aviv hat eine mögliche Antwort gefunden: “Rauchen ist keine Sucht, sondern eine Angewohnheit“. Dieses Ergebnis hat er auch in seinem Buch “A Critique of Nicotine Addiction” veröffentlicht. In diesem Buch haben er und andere Wissenschaftler über 700 wissenschaftliche Veröffentlichungen und Bücher zu diesem Themengebiet erneut betrachtet und kamen dabei zu folgendem Schluss: “Nach Betrachtung der Veröffentlichungen gibt es allen Grund die allgemein akzeptierte Theorie, dass Nikotin eine wichtige Rolle beim Zigarettenrauchen spielt, abzulehnen“. [5]

Fast jeder Mensch weiss, dass es gerade die Angewohnheiten sind, die man schwer ablegen kann. Schon Friedrich Nietzsche führte aus:

Alles Gewohnte zieht ein immer fester werdendes Netz von Spinnweben um uns zusammen; und alsbald merken wir, daß die Fäden zu Stricken geworden sind und daß wir selber als Spinne in der Mitte sitzen, die sich hier gefangen hat und von ihrem eigenen Blute zehren muß.

Irrtümer
In den Medien hört und liest man immer von der sog. “Nikotinsucht” – Diese Krankheit gibt es jedoch offiziell gar nicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Krankheiten nach dem internationalen Klassifikationssystem “ICD-10 ” ein. In der zuletzt 2013 von der WHO herausgebenen ICD-10 ist die “Tabaksucht ” eingestuft als “F17 – Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak” (in unmittelbarer “Nähe” von “F15 – Koffeinsucht”) – Eine Nikotinsucht sucht man hier vergebens.

Auch nach 120 Jahren Tabak und Nikotinforschung sind immer noch viele Fragen offen. So ist z.B. nicht geklärt, warum Nikotinersatzpräparate (NET) nahezu wirkungslos bei der Behandlung der Tabaksucht sind. Die Grundidee bei NET ist, dass dem Raucher bei der Raucherentwöhnung zur Linderung der Entzugssymptome das Nikotin in anderer Form zugeführt wird und so der Nikotinspiegel (zumindest am Anfang) aufrecht erhalten wird. Nun ist es so, dass das nicht auf lange Sicht wirkt: Die Rückfallraten bei Menschen, die NET zur Rauchentwöhnung verwendet haben, ist genau so hoch wie bei denen, die ohne jedwede Hilfmittel “einfach so” aufgehört haben. [6] Realität ist: Nach einem Rauchstopp fangen ca. 95 Prozent wieder an Tabak zu rauchen. [7]

Zweifel
Forscher um den Wissenschaftler Jean-Pol Tassin vom College de France in Paris haben dazu evtl. eine Erklärung gefunden: Es ist gar nicht das Nikotin alleine, welches süchtig macht – Es sind noch andere Stoffe beteiligt!
In dem Tabakrauch sind neben vielen anderen Stoffen auch sog. MAO-Hemmer vorhanden. Diese MAO-Hemmer werden in der Medizin gezielt eingesetzt um Depressionen zu behandeln – Laut den Forschern sorgen diese im Tabakrauch dafür dass die Suchtwirkung von Nikotin verstärkt oder sogar erst ermöglicht wird. Fällt die Versorgung des Gehirns mit MAO-Hemmern bei einem Rauchstopp weg, so werden die Reste der MAO-Hemmer spätestens nach ein paar Wochen abgebaut. Laut den Wissenschaftlern wirken NET nur am Anfang eines Rauchstopps, da dann die Wirkung der MAO-Hemmer noch anhält.[8] Zu ähnlichen Ergebnissen kommen Forscher aus den USA. Nur haben die Wissenschaftler um James Belluzzi als “Helfershelfer” von Nikotin den Stoff “Acetaldehyd” identifiziert. [9]

Es bestehen also Belege, dass Nikotin nicht alleine für die suchterzeugende Wirkung von Tabak verantwortlich ist: Zum einen Forschungsergebnisse die sich größtenteils auf Tabakrauch konzentrieren und zum anderen weisen neuere Studien, welche andere Stoffe als verdächtige “Suchtverstärker” bzw. “Suchterzeuger” identifizieren, darauf hin, dass Nikotin alleine für sich nicht so suchterzeugend ist, wie viele glauben.

Und genau deswegen sind auch extreme Zweifel angebracht, wenn man hört oder liest, dass die EZigarette eine neue Suchtquelle für Nikotin sein könnte.

Vergleiche
Tabakzigaretten können (und dürfen!) wegen der vielen Stoffe im Rauch nicht als Maßstab genommen werden – Eher sollte man auf Produkte schauen, die Nikotin ohne Tabak aber mit Propylenglykol, Glycerin und Aromastoffen bereitstellen: Nikotinersatzpräparate! Und hier wird man tatsächlich fündig – bzw. nicht fündig!

Ich habe nach wochenlanger Recherche keinen einzigen dokumentierten Fall finden können, bei dem ein Mensch von Nikotinersatzpräparaten abhängig geworden ist. Es gibt zwar Fälle bei denen Raucher, welche mit Hilfe von Nikotinkaugummis aufgehört haben zu rauchen, danach ununterbrochen Nikotinkaugummis konsumiert haben – aber: Durch Nikotinkaugummis oder Nikotinpflastern oder ähnlichen Nikotinersatzpräparaten ist noch niemand Nikotinsüchtig bzw. zur Tabakzigarette geleitet geworden.

Ein weiterer Fakt ist: Wenn es die “Nikotinsucht” überhaupt gibt, ist es eine schwache Sucht und im wesentlichen eine Psychische und keine Physische Sucht!

Es gibt nicht nur keinen Fall, bei dem ein Nichtraucher angefangen hat Nikotinkaugummis zu kauen – Sondern auch keinen Fall, bei dem ein Nichtraucher mit Nikotinkaugummis angefangen hat und danach zur Tabakzigarette gegriffen hat.
Und darum kann hier, basierend auf den vorliegenden Fakten, auch gesagt werden: Eine neue Sucht wird mit der EZigarette nicht erzeugt!

Bedenken
Viele EU-Abgeordnete haben zur Zeit die Befürchtung, dass z.B. Jugendliche über die EZigarette zur Tabakzigarette kommen könnten -  Passend zur geplanten Tabakrichtlinie der EU wurden “quasi pünktlich” Studien zu genau diesem Thema veröffentlicht:

In diesen Studien wird nun davon berichtet, dass Jugendliche von der EZigarette wissen und diese auch gerne ausprobieren wollen bzw. schon einmal ausprobiert haben. Prinzipiell habe ich auch gar nichts gegen diese Aussagen. Zunächst sei daran erinnert, dass Jugendlichen neugierig sind und nahezu alles ausprobieren wollen – da mag sich jeder, der dazu noch in der Lage ist, mal an seine eigene Kindheit erinnern und sich ernsthaft fragen: “Was habe ich alles ausprobiert bzw. ausprobieren wollen?”

Den Rest der Aussagen kann ich eigentlich auch nichts Negatives abgewinnen: Natürlich wissen Jugendliche von der EZigarette – Das Thema wurde ja auch über Monate hinweg immer wieder in den Medien behandelt. Man müsste schon in einem Gebiet ohne Fernsehen, Internet und Zeitungen leben, um nicht von der EZigarette gehört zu haben.

Der Punkt, der die EU-Abgeordneten aufhorchen lässt, ist der letzte aus der Liste: “Jugendliche haben die EZigarette bereits ausprobiert!” Das zumindest sagt eine Studie des “Journal of Adolescent Health” (auf Deutsch in etwa “Magazin über die Gesundheit von Jugendlichen” aus. [10]

In dieser Studie wurden 228 Jugendliche zu genau diesen Themen befragt, herausgekommen ist folgendes:

  • 67 % hatten von der EZigarette gehört.
  • 18 % wollten die EZigarette ausprobieren.
  • 1 % hatten die EZigarette bereits ausprobiert.

Das klingt besorgniserregend? Nicht, wenn man weiss dass die 1 % Jugendlichen, welche die EZigarette bereits ausprobiert hatten zwei Raucher sind (das diese Jugendlichen  Raucher sind, ist übrigens in der Studie in einer Fußnote versteckt!).

Die Studiendaten haben also folgende Aussage: Jugendliche wissen um die EZigarette und sind auch willens sie auszuprobieren – Jedoch haben von 228 Jugendlichen nur 2 rauchende Jugendliche die EZigarette jemals ausprobiert.

Unattraktiv für Nichtraucher
Die EZigarette ist bestimmt kein “Gateway” zu Tabakzigaretten – Dafür hat die EZigarette für Jugendliche zu viele Nachteile:

1. Eine EZigarette kostet knapp 50 bis 80 Euro und ist somit verhältnismäßig teuer.
2. Günstiger und damit erreichbarer sind da Tabakzigaretten: Da kostet eine Schachtel  knapp 5 Euro.
3. Geschäfte die EZigaretten verkaufen sind dünn gesät, der primäre Handel mit diesen Geräten läuft über das Internet und damit über den Versandhandel – Damit ist ein “kurz mal ausprobieren” größtenteils nicht möglich.
4. Tabakzigaretten gibt es jedoch an jeder Ecke zu kaufen; Im Kiosk, im Supermarkt, in der Tankstelle – Nahezu überall bekommt man Tabakzigaretten zu kaufen.
5. EZigaretten gelten gemeinhin als “uncool” und quasi als “Schnullerersatz”.

Attraktiv für Raucher
Alles Gründe die gegen die Hypothese sprechen, dass die EZigarette ein Einstiegsprodukt für Jugendliche sein könnte. Die EZigarette ist und bleibt vorerst ein Produkt mit dem Raucher auf ein wesentlich weniger schädliches Produkt ausweichen können und somit die ganzen Giftstoffe, die im Tabakrauch verhanden sind, nicht mehr einatmen.

Wenn man nämlich die ganzen Giftstoffe weglässt, hat man plötzlich ein Produkt vor sich, das neben der gewünschten Wirkung des Nikotins auch diverse Vorteile hat. Durch die Reduzierung auf das Liquid (Propylenglycol, Glycerin, Wasser, Aromastoffe) und das Nikotin haben wir endlich ein Produkt, welches nach heutigem Stand der Wissenschaft keine grösseren gesundheitlichen Risiken birgt als das Genussmittel Kaffee.

Da gering dosiertes Nikotin, auch bei langfristigem Konsum, keine nennenswerten Auswirkungen auf den Menschen hat sind für einen gesunden erwachsenen Raucher die angebotenen Nikotinliquids quasi unbedenklich. Das nachfolgende kann man gar nicht oft genug betonen: Nikotin war bereits in den Tabakzigaretten nicht das Problem – Vielmehr waren es die ganzen Giftstoffe im Rauch! Also kann die EZigarette den Gesundheitsschaden für Raucher drastisch reduzieren, welche ihre Tabakzigaretten nicht aufgeben können, wie auch der von der WHO ausgezeichnete Prof. Dr. Fagerström betont. [11]

Weiterhin hat Nikotin tatsächlich auch positive Aspekte. Ich will das hier einmal anhand eines Vergleichs von zwei “Nervengiften” verdeutlichen:

Nikotin und Koffein!
Nicht nur, dass Nikotin und Koffein Genussmittel sind und nur von Erwachsenen konsumiert werden sollten – sie haben auch andere Gemeinsamkeiten:

  • Stoffgruppe: Beide Stoffe sind “Alkaloide”.
  • Herkunft: Beide Stoffe werden aus Pflanzen gewonnen.
  • Wirkung: Beide Stoffe wirken stimulierend, stimmungsaufhellend, steigern die Konzentration und Leistungsfähigkeit [12].
  • Suchtwirkung: Beide Stoffe können bei einem kleinen Teil der Nutzer eine psychische Abhängigkeit erzeugen, leichte Entzugserscheinungen wie z.B. herabgesetzte Zufriedenheit und gesteigerte Toleranz gegenüber dem Alkaloid.
  • Vorübergehende Wirkung auf den Kreislauf: Beide Stoffe bewirken kurzfristig eine Blutgefäßverengung, steigern vorrübergehend den Puls und erhöhen (ebenfalls kurzfristig) den Blutdruck.
  • Krebserzeugend: Beide Stoffe sind nicht Krebserregend!
  • Lungenerkrankungen: Beide Stoffe erzeugen keine Lungenerkrankungen!
  • Herz-Kreislauferkrankungen: Sind bei beiden Stoffen nicht zu erwarten.

Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift
Die Letale Dosis (LD50), also die Dosis bei der ein Stoff für 50 Prozent einer Gruppe von Lebewesen tödlich (letal) wirkt, ist bei Ratten für Nikotin bei 50mg pro kg Körpergewicht und für Koffein bei 192mg pro kg Körpergewicht. [13,14]

Wobei man bei dem Thema “Letale Dosis” anmerken sollte, dass grundsätzlich alle dem Organismus zugeführten Stoffe oberhalb einer gewissen Dosis Schaden anrichten können. Dies gilt sogar für unverzichtbare Substanzen wie Vitamine, Salze, Nährstoffe und Wasser.

Paracelsus prägte schon im 15. Jahrhundert den noch heute gültigen Grundsatz: “Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift” oder einfach ausgedrückt: “Allein die Menge macht das Gift”. [11]

Um das am Beispiel von Wasser zu verdeutlichen: Die Einnahme von 10 Litern Wasser in kurzer Zeit, kann für einen Erwachsenen tödlich sein, da diese Menge Wasser dem Körper durch Osmose Natrium entzieht. Wobei zur Beruhigung auf die Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts von 2011 hingewiesen werden kann: An 10 Liter Wasser und eine daraus resultierende Osmose ist 2011 niemand gestorben – genau so wenig wie an einer Überdosis Koffein oder Nikotin! [16]

Entscheidungen
Die EU-Abgeordneten sollten dies alles beherzigen! Vor allem sollten sie bedenken, dass sie als Entscheidungsträger sehr vorsichtig damit sein sollten wie sie das Leben der Menschen regulieren. Beim regulieren oder verbieten kann man viel falsch machen – jedoch ist nichts falsch daran, den Menschen sichere Wege offen zu halten und aufzuzeigen.

In Deutschland haben wir ein nettes Gesetz, welches uns allen bestimmte Grundrechte garantiert. Das Grundgesetz ist was das angeht sehr eindeutig. Im Artikel zwei steht dort nämlich:

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Ich bin der Meinung: Was wir als Menschen bestimmt nicht brauchen, ist ein Staat der uns alle Entscheidungen abnimmt.

Wenn Sie nicht wollen, dass Ihnen alle Entscheidungen abgenommen werden. Wenn Sie die EZigarette nicht als Arzneimittel, sondern als Genussmittel sehen und damit die Lebensqualität von vielen ehemaligen Rauchern steigern wollen, sollten Sie Ihren EU-Abgeordneten anschreiben. Eine “Anleitung”, inkl. der Adressen, finden sie hier:

Die neue Tabakrichtlinie: Jeder kann etwas verändern!

In diesem Sinne

Jens Mellin
Quelle des Artikel: Rursus Blog

Quellenangabe des Artikels

[1] Role of nicotine pharmacokinetics in nicotine addiction and nicotine replacement therapy: a review.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12971663
[2] Epidemiologischer Suchtsurvey 2006 Repräsentativerhebung zum Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen bei
Jugendlichen und Erwachsenen in Berlin
http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb-drogen-sucht/veroeffentlichungen/esa_berlin_bd_167_080204_fin.pdf?start&ts=1205485276&file=esa_berlin_bd_167_080204_fin.pdf%20%29
[3] Epidemiologischer Suchtsurvey 2009 Repräsentativerhebung zum Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen bei Erwachsenen in Hamburg
http://www.hamburg.de/contentblob/3078458/data/ift-bericht.pdf
[4] Extent of smoking and nicotine dependence in the United States: 1991-1993
http://www.mendeley.com/catalog/extent-smoking-nicotine-dependence-united-states-1991-1993/#page-1
[5] A Critique of Nicotine Addiction
http://books.google.de/books/about/A_Critique_of_Nicotine_Addiction.html?id=xaU2bonNDxgC&redir_esc=y
[6] A prospective cohort study challenging the effectiveness of population-based medical intervention for smoking cessation.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=Alpert%20A%20prospective%20cohort%20study%20smoking%20cessation
[7] Nicotine replacement therapy for smoking cessation
onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/14651858.CD000146.pub3/abstract
[8] Studie: Nikotin alleine macht nicht süchtig, es sind andere Tabakstoffe
http://de.sott.net/article/1146-Studie-Nikotin-alleine-macht-nicht-suchtig-es-sind-andere-Tabakstoffe
[9] Nikotin hat Helfershelfer
http://www.scienceticker.info/news/EpAApuAEFyUvIdRGIu.shtml
[10] Adolescent Males’ Awareness of and Willingness to Try Electronic Cigarettes
http://www.jahonline.org/article/S1054-139X%2812%2900409-0/fulltext
[11] Top-Gesundheitsexperten sagen der Regierung: EZigaretten retten Leben!
http://blog.rursus.de/2013/03/top-gesundheitsexperten-sagen-der-regierung-ezigaretten-retten-leben/
[12] Effect of transdermal nicotine administration on exercise endurance in men
http://ep.physoc.org/content/91/4/705.full.pdf+html
[13] Eintrag zu Nikotin in derGESTIS-Stoffdatenbank
http://gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll/gestis_de/041410.xml?f=templates$fn=default.htm$3.0
[14] Eintrag zu Koffein in derGESTIS-Stoffdatenbank
http://gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll/gestis_de/041410.xml?f=templates$fn=default.htm$3.0
[15] Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim – Genannt: Paracelsus
http://de.wikipedia.org/wiki/Paracelsus
[16] Statistisches Bundesamt – Todesursachenstatistik für Deutschland
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Todesursachen/Todesursachen.html