Untersuchungsberichte

Die oft gemachte (falsche) Aussage es gäbe keine Untersuchungen über
E-Liquids, möchten wir hier mit entsprechenden öffentlich zugänglichen
Unterlagen widerlegen : (Diese Seite als PDF.)


Früheste Forschung zu Propylen Glykol:

- 1942: Dr. Oswald Hope Robertson - erfolgreiche Tests zur Keimabtötung in der Atemluft mit Propylenglykol-Dämpfen


Aktuelle Gutachten und Untersuchungen:

(PDF Dateien zur Ansicht oder Download)

- Gutachten zur E-Zigarette vom 06.03.2006
- Antwort vom KVR München vom 03.02.2011
- Pressemitteilung vom 06.12.2011 (KEINE Nitrosamine in E-Zigaretten)


Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung bewertet

Propylenglykol (1,2-Propandiol - E1520) und Vegetable Glycol (Glycerol, Glycerin - E422) wie folgt:

Propylenglykol (1,2-Propandiol - E1520):

Identifikation:

1,2-Propandiol
1,2-Propylenglykol
1,2-Dihydroxypropan
Propan-1,2-diol
E 1520

Arbeitsmedizin:

AUFNAHMEWEGE

Hauptaufnahmewege:
Hauptaufnahmewege für Propan-1,2-diol (P.) verlaufen über den Atemtrakt und über die Haut.
Insgesamt soll aber das Risiko einer Aufnahme toxikologisch relevanter Mengen beim gewerblichen
Umgang mit der Substanz gering sein.[07773]

Atemwege:
Die Inhalation von Dämpfen bei offenem Umgang mit P. führt nicht zur Aufnahme toxischer Dosen.[07773]
Welche Anteile aus den Dämpfen erhitzten Materials bzw. aus Aerosolen resorbiert werden können,
ist noch ungenügend untersucht (evtl. Resorptionsrate: 5 %).[99993]
Diese Frage ist jedoch auf Grund der geringen systemischen Wirkung von sekundärer Bedeutung.[07773]

Haut:
Die Resorptionsrate von reinem P. soll für den Menschen in der Größenordnung
von 38 mg/cm2/h liegen und sehr stark von der Verdünnung bzw. Begleitstoffen abhängen.[07742]
Verdauungstrakt:
Bis zu 50 % einer oralen Dosis werden resorbiert.[07773]

WIRKUNGSWEISEN

Hauptwirkungsweisen:
akut: Schwach reizende Wirkung an Augen und Haut[05001]
chronisch: Keine Schädigungen im gewerblich relevanten Konzentrationsbereich bekannt[99993]

VERWENDUNG:

Der Stoff ist enthalten in: Kosmetika, Arzneimittel, Tabak und ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen
und trägt die Bezeichnung E 1520.

Wird auch als Futterzusatz für Milchkühe verwendet.

Vegetable Glycol (Glycerol, Glycerin - E422)

Identifikation:

Glycerin
Ölsüß
1,2,3-Trioxypropan
1,2,3-Trihydroxypropan
Glyzerin
1,2,3-Propantriol
Protol
Glycerol
E 422

Arbeitsmedizin:

AUFNAHMEWEGE

Hauptaufnahmewege:
Mit einer Aufnahme von Glycerin (G.) am Arbeitsplatz ist bei bestehendem Hautkontakt
oder inhalativer Einwirkung zu rechnen.[99999]

Atemwege:
Aufgrund des geringen Dampfdrucks der Substanz ist vor allem bei Exposition gegenüber
G.-Nebeln die Möglichkeit einer Resorption über den Atemtrakt gegeben.[07748]
Angaben zum Ausmaß der resorptiven Aufnahme sind nicht verfügbar.[99993]

Haut:
Für G. wurde anhand physikalisch-chemischer Parameter berechnet, dass die Resorption
über die Haut einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtexposition am Arbeitsplatz liefern kann.[99996]
Die Möglichkeit einer perkutanen Resorption akut toxisch wirkender G.-Dosen wurde im Tierversuch nachgewiesen.[07742]

WIRKUNGSWEISEN

Hauptwirkungsweisen:
akut: Reizwirkung auf Schleimhäute,

bei oraler Aufnahme sehr hoher Dosen: Störung im Verdauungssystem, Zentralnervensystem; Nierenschädigung[07656]
chronisch: keine ausreichenden Angaben verfügbar[99993]

VERWENDUNG:

Der Stoff wird in der Lebensmittelindustrie verwendet als Feuchthaltemittel oder Stabilisator.

Ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und trägt die Bezeichnung E 422.

Quellen: GESTIS-Stoffdatenbank, Wikipedia, Propylene-glycol.com, das-ist-drin.de